HUGO HEIMANN SCHULE
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Wie es begann



Ende der fünfziger Jahre entsteht der Plan, die landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen dem Grünen Weg in Britz und dem Zwickauer Damm in Rudow als Fortsetzung der Hufeisen-Siedlung mit Wohnungen zu bebauen. Es entsteht die Gropiusstadt mit rund 16.000 Wohnungen für etwa 50.000 Menschen. Bereits die ersten Planungsskizzen sehen im östlichen Bereich des Wildmeisterdamm eine Grundschule mit 20 Klassen vor. Der von der Bevölkerungsprognose abweichende Anteil der schulpflichtigen Kinder zwingt zur Erweiterung geplanter und zur Einrichtung neuer Schulstandorte.

Das Bezirksamt Neukölln von Berlin beauftragt den Architekten Prof. Dipl.-Ing. Wolf von Möllendorf mit der Detailplanung einer Grundschule auf dem Grundstück Hugo-Heimann-Straße 20. In den Jahren 1966 bis 1969 entsteht ein bis zu dreigeschossiger Komplex für 650 Schüler und 100 Vorschüler. Nach ihrer Fertigstellung umfasst die Schule 19 Klassenräume und zwei Vorklassen, einen TNU-Raum, einen Mehrzweckraum, eine Turnhalle und eine Hausmeisterwohnung.


1969

August 1969

Am 25. August 1969 wird die noch namenlose 16.Grundschule eröffnet. Schulleiter ist Herr Dubrow.


Die 70er Jahre

31.01.1978

Der erste Hausmeister, Herr Noster, wird verabschiedet. Sein Nachfolger wird Herr Burmeister.


06.05.1978

Die 16.Grundschule erhält den Namen „Hugo-Heimann-Grundschule".


Die 80er Jahre

11.07.1984

Festveranstaltung zum 15. Jubiläum der Hugo-Heimann-Grundschule.


20.05.1987

Wahl von Frau Middendorf zur neuen Schulleiterin.


16.03.1988

Herr Singer wird Konrektor.


07.07.1988

Die Elternspende finanziert die Aufstellung eines Spielgerätes auf dem Schulhof.


22.10.1988

Erste große Schulgartenaktion. Eine Mithilfe der Eltern, die bis heute anhält.


09.11.1989

Die Grenzen werden geöffnet. In unserer Turnhalle werden 100 Liegen aufgestellt, um Bürgern der DDR vorerst eine Unterkunft zu geben.


Die 90er Jahre

Oktober 1991

Eltern der Schule renovieren viele Klassenräume.


Oktober 1992

Beginn der Zusammenarbeit mit „Grün macht Schule“ zwecks Umgestaltung unseres Schulhofes.


Mai 1993

Errichtung des Weidenhauses und Weidentunnels.


Juli 1994

Am 07. und 08. Juli findet ein Festakt/Sommerfest zum 25-jährigen Bestehen der Hugo-Heimann-Grundschule statt.


Juli 1997

Einweihung des umgestalteten Schulhofes mit einem großen Sommerfest.


Das neue Jahrtausend

2003

Die Schule eröffnet eine Schulstation.


2005

Der Hort Hugo-Heimann wird der Schule angegliedert. Die Schule nimmt den offenen Ganztagsbetrieb auf.


2006

Thessa e.V. beginnt mit Nachhilfeunterricht und Hausaufgabenbetreuung für Schüler der Klassen 5 und 6.

In Zusammenarbeit mit evin e.V. wird an der Schule ein Elterncafé eröffnet und es werden von nun an regelmäßige Elterninformationsabende zu wichtigen Erziehungsthemen durchgeführt.


2007

Unsere Lesepaten nehmen ihre Arbeit auf.

Teilnahme an einem Programm zur gesunden Ernährung. Eltern organisieren seitdem in der ersten großen Pause ein gesundes Frühstück für die Schüler.


2008

Die Schule wird Mitglied im „Bildungsverbund Gropiusstadt“.

 

Herr Jörg Vieth übernimmt die Stelle als Hausmeister.


31.05.2009

Die Schulleiterin, Frau Fabek, geb.Middendorf, geht in den Ruhestand.


03.07.2009

Die Hugo-Heimann-Schule feiert ihr 40jähriges Bestehen mit einem großen Sommerfest.


18.09.2009

Frau Sonnenberg übernimmt die Schulleitung.


31.07.2011

Der Konrektor Herr Singer geht in den Ruhestand.


Hugo Heimann



Wer war Hugo Heimann?

Hugo Heimann wurde am 15. April 1858 in Konitz/Westpreußen geboren.Er entstammt einer jüdischen Familie, zog mit seinen Eltern nach Berlin, wo er das Gymnasium zum Grauen Kloster besuchte. Er erlernte den Beruf eines Buchhändlers. Nach einem vierjährigen Aufenthalt in London trat er 1885 in die Guttentag’sche Verlagsbuchhandlung in Berlin ein.

1899 stiftete er eine große öffentliche Bibliothek für die Berliner Arbeiter, denen er so den Weg zum Buch öffnen wollte. Nach dem 1. Weltkrieg konnte er die Bibliothek mit eigenen Mitteln nicht mehr unterhalten. Er übereignete sie kostenlos den städtischen Behörden. Es wurde daraus die „Hugo-Heimannsche Bücherei und Lesehalle“.

Wenige Tage nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 wurde der Name der Bibliothek entfernt und durch ein Plakat „Juden unerwünscht“ ersetzt. Heute befindet sich in der Swinemünder Straße im Bezirk Wedding eine öffentliche Stadtbücherei, die den Namen Hugo-Heimann-Bücherei trägt.

Als politischer Mensch übernahm Hugo Heimann viele Ämter. Vom Bürgerdeputierten bis zum Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses, vom sozialdemokratischen Stadtverordneten bis zum Mitglied des Deutschen Reichstags, vom Mitglied der Nationalversammlung bis zur Mitarbeit in den Aufsichtsräten der Deutschen Oper, des Schillertheaters und des Berliner Philharmonischen Orchesters reichte u. a. sein Engagement. 1926 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde ihm die Ehrenbürgerwürde aberkannt. Er musste schließlich – wie viele andere – dem öffentlichen Druck weichen; 1939 emigrierte er in die USA.

Nach dem 2. Weltkrieg erhielt er 1947 die Ehrenbürgerrechte zurück, er starb am 23. Februar 1947 in New York.